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Olympiastadion Kiev

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Fakten

Realisierung Membranstruktur
Hightex
Jahr
2011
Stadt
Kiev, Ukraine
Dachfläche
48.500 m²
Auftraggeber

Kyivmiskbud, Kiev, Ukraine

Architekt

gmp Architects, Deutschland

Engineering

Schlaich Bergermann & Partners, Deutschland

Standort
Europa

Details

Fußball-Großereignisse sind so etwas wie ein Jungbrunnen für Stadien. So auch in Kiew. Obwohl niemals Schauplatz Olympischer Spiele nennt sich das Nationalstadion der Ukraine so, weil es Teil des Fußballturniers der Spiele 1980 von Moskau war.

 

Für die UEFA Europameisterschaft 2012 wurde es modernisiert. Das Stadion, das im Zentrum von Kiew liegt, erhielt erstmals eine komplette Überdachung der Tribünen - mit integrierter Flutlichtanlage. Der filigrane Oberrang des Stadions sollte jedoch erhalten bleiben, so wurde eine von der Tribüne losgelöste Dachkonstruktion nötig. Hightex wurde mit der Herstellung und Installation des gesamten Membrandachsystems sowie des radialen Dach-Drahtseil-Systems beauftragt. Die gesamte Dachstruktur basiert auf dem Speichenradsystem mit zwei Druckringen und einem vorgespannten Seiltragwerk aus 80 radialen Seilbindern.

Das Membrandach besteht aus 80 einzelnen, jeweils etwa 600 Quadratmetern großen aus PTFE/Glas hergestellten, transluzenten Membranflächenelementen. Diese werden von einem Seiltragwerk nach dem Speicherrad-Prinzip getragen. Die Einzelsegmente wurden in Thailand zugeschnitten und einbaufertig konfektioniert vor Ort eingebaut. Die transluzente Glasfasermembran bildet die Dachhaut und umfasst eine Fläche von 48.500 Quadratmetern. Die Beleuchtung ermöglichen ETFE-Lichtkuppeln mit Durchmessern von 2,5 bis 3,2 Meter - insgesamt 640 Kuppeln mit einer Gesamtfläche von 6.500 Quadratmetern. Bei vielen Stadionbesuchern erweckt das den Eindruck, unter einem Sternenhimmel zu sitzen.

 

Was wirkt, wie eine ästhetische Idee der Planer ist jedoch eine Notwendigkeit der Konstruktion. Die “Sterne” sind logisch erarbeitete Verstärkungen der Membran in den Bereichen, wo die Spannungen sehr hoch werden. Dort ist die Membran zweilagig, deshalb nicht so lichtdurchlässig und sternenförmig ausgeschnitten, um einen weichen Übergang von einlagig zu zweilagig zu ermöglichen.

 

Tagsüber ist die Hülle klar erkennbar und erlaubt aber durch die Fassade aus Glaslamellen einen Blick auf die Ränge und auf das Dach. Sobald nachts die Innenbeleuchtung eingeschaltet ist, wird die Hülle fast komplett transparent und es zeigt sich weithin sichtbar das Innenleben des Stadions. So bleibt Altes in einer neuen Hülle erhalten.

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